Denkmalpreis 2013

DENKMALPREIS 2013 der Konferenz der Schweizerischen Denkmalpflegerinnen und Denkmalpfleger KSD für die gelungene Umsetzung von akustischen Massnahmen im bedeutenden Sakralbau der 1960er-Jahre, die den qualitätsvollen Kirchenraum nicht beeinträchtigen.


"Die 1960 geweihte Kirche Bruder Klaus in Liestal gehört zu den bedeutendsten
Sakralbauten aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts in der Schweiz. Sie hatte
wegweisenden Charakter für die weitere Entwicklung im Kirchenbau. Der Architekt war
Fritz Metzger, als Künstler waren Verena de Nève-Stöcklin und August Bläsi beteiligt.


Ein Mangel des qualitätsvollen Kirchenraums war allerdings die lange Nachhallzeit, die
sich ungünstig auf die Sprachverständlichkeit auswirkte. Die Resultate umfangreicher
Untersuchungen belegten vor allem Schwächen in den tiefen Tonbereichen, die nicht mit
einem handelsüblichen Akustikputz behoben werden konnten. Die Lösung brachten
Resonanzkästen, die jedoch aus Rücksicht auf die schutzwürdige Innenausstattung nicht
an den Wänden, sondern im Boden eingebaut worden sind. Dies ist eine speziell für diese
Kirche entwickelte Lösung, die für weitere moderne Kirchenbauten vorbildlich sein kann.
Der Einbau eines Holzresonanzbodens sowie das Einbringen von Sitzkissen hat die
akustische Situation signifikant verbessert. Nicht nur die Baukommission, sondern auch
die Kirchgemeindeversammlung war mit grossem Mehr bereit, die entsprechenden
Mehrkosten, welche diese unkonventionelle Lösung mit sich brachte, zu übernehmen.


Für die Jury ist dies ein gelungenes Beispiel, wie dank Offenheit und Interesse der
Bauherrschaft eine individuelle, auf das Baudenkmal angepasste Lösung gemeinsam
gefunden werden kann."


Auszug aus der Medienmitteilung KSD

HINTERGRUND
& DOWNLOADS

Denkmalpreis 2013
Denkmalpreis 2013