Baustellenbericht vom 17. Januar 2003
Schutz des Gehörs vor unnötiger Lärmbelastung
Ein Akustiker berät nicht nur Bauherren und Architekten, sondern auch Handwerker auf Baustellen.
Bei der Begehung des sich im Bau befindenden Geschäftshauses stellten wir fest, dass der Parkettschleifer seine sehr laute Arbeit ohne Gehörschutz verrichtete. Sogar in 10m Abstand war das Gespräch mit dem Bauleiter stark erschwert!

Bild 1: Parkettschleifer bei seiner Arbeit
Herr Steiner erklärte uns, dass er diese Arbeit seit 15 Jahren täglich ausübe. Manchmal stecke er Zigarettenfilter in die Ohren; da er aber seit Neujahr nicht mehr rauche, habe er keine Filter mehr dabei ...
Wir machten Herr Steiner auf die Ermüdung des Gehörs durch die dauernde hohe Lärmbelastung und die drohende Gefahr eines deutlichen Gehörverlustes aufmerksam. Wir stellten ihm Gehörschutzprofen zur Verfügung und instruierten die richtige Anwendung.
Sein Kommentar nach dem Einsetzen der Gehörschutzpropfen und nach dem Einschalten seines Arbeitsgerätes: "Jetzt höre ich den Lärm fast nicht mehr!"
NB: Der SNR-Wert dieser Gehörschutzpropfen beträgt 28dB, womit Lärm auf ein Achtel seiner subjektiv empfundenen Lautstärke reduziert wird.

Bild 2: Ein glücklicher, da lärmgeschützter
Parkettschleifer
Gehörschutzmittel müssen nicht
kompliziert sein. Die kleinen Schaumstoff-Propfen werden
zwischen den Fingerspitzen zusammengerollt und in den
Gehörgang gesteckt. Nach dem Einsetzen dehnen sie
sich wieder aus und dichten den Gehörgang vollständig
ab.
NB: Gespräche können auch mit eingesetzten
Gehörschutzpropfen geführt werden.

Bild 3: EAR-Gehörschutzpropfen im Grössenvergleich
Aktuelle Informationen über Gehörschutzmittel können bei der SUVA abgerufen werden.


